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Kurverein von Rhense

ie Kurfürsten hatten sich zunächst in Oberlahnstein versammelt, verlegten das Treffen aber nach Rhens. Dort vereinbarten sie am 16. Juli 1338 ein unbefristetes Bündnis, das ihre gemeinsame Position bekräftigte. Es sollte festhalten, dass allein die Kurfürsten den römischen König und künftigen Kaiser wählen. Diese Erklärung richtete sich gegen jede Einmischung des Papstes in ihre Wahlrechte. Balduin von Trier trieb die Erklärung maßgeblich voran. Zur Verteidigung der Reichsrechte riefen die Kurfürsten auch die übrigen Reichsglieder auf, sich der Erklärung anzuschließen.

Die Erklärung von Rhense war grundsätzlich formuliert und nahm keinen ausdrücklichen Bezug auf die Person Kaiser Ludwigs oder seinen Streit mit der Kurie. Erst später sollte Ludwig selbst diese Bezugnahme herstellen. Trotz dieser Zurückhaltung half die Erklärung Ludwig im Streit mit dem Papst kaum. Vielmehr zeigte sich dadurch, wie sehr der Kaiser vom Kurfürstenkollegium abhing.

Für die Reichsverfassung war der Kurverein von großer Bedeutung. Dort wurde das Mehrheitsprinzip bei der Königswahl festgelegt, und das Kurfürstenkollegium etablierte sich als feste Institution. Erstmals kamen die Kurfürsten nicht zur Wahl eines neuen Königs zusammen, sondern um Probleme zu beraten, die während der Herrschaft eines amtierenden Königs entstanden waren. Zudem beanspruchten die Kurfürsten für sich, die Rechte des Reiches zu vertreten, nicht der König selbst.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Kurverein von RhenseVersionsgeschichteBearbeitungsstand 232425948redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Wilhelm Rögge der ÄlterePublic domainQuelle